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Léon Berben
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Biographie 2026
LÉON BERBEN darf am Cembalo und an der Orgel als Meister seines Fachs gelten. Darüber hinaus weisen
ihn umfassende Kenntnisse in Musikgeschichte und historischer Aufführungspraxis als einen der führenden Köpfe seiner Generation in der Alte-Musik-Szene aus. Sein Repertoire umfasst Claviermusik zwischen 1550 und 1790. Ferner schrieb er als Co-Autor für die Enzyklopädie Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Intensives Quellenstudium und stete Forschungsarbeit verleihen seiner Interpretationskunst einen besonderen Rang. Seine CD-Aufnahmen auf historischen Orgeln und Cembali wurden von der Fachpresse hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Diapason d’Or, dem Choc von Le Monde de la Musique und dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Léon Berben studierte Orgel und Cembalo in Amsterdam und Den Haag und schloss sein Studium mit dem Solistendiplom ab. Er ist Titular-Organist an der historischen Orgel der St.-Andreas-Kirche in Soest-Ostönnen (um 1425/1586/1721; nach derzeitigem Forschungsstand eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt) und künstlerischer Leiter der dortigen Konzertreihe. Als senior organist in residence ist er der Pieterskerk in Leiden mit der van-Hagerbeer-Orgel (1643) verbunden. Auch gehört er zur künstlerischen Leitung der Abendmusiken in Berne mit der Lampeler-Kröger-Orgel (1596/1643).
Mehrere Jahre war Léon Berben als Cembalist bei Musica Antiqua Köln tätig. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs ein. Seit der Auflösung des Ensembles Ende 2006 verfolgt er eine ausgedehnte Solo-Karriere, die ihn zu renommierten internationalen Festivals führt. Zudem ist er Gast-Dozent für Orgel (Repertoire vor Bach) an der LUCA School of Arts in Leuven.