Forum Alte Musik Köln: Saison 2026/2027
Ausblick auf die Saison 2026/27
Ausstehende Sendetermine bei WDR 3 jeweils nach den 20-Uhr-Nachrichten
07.07.2026: Ein deutsches Barock-Requiem
WDR-Funkhaus Museum für Angewandte Kunst St. Ursula Trinitatiskirche St. Severin
Ein wahres Mutterland der Musik
war Italien vom späten 16. bis weit ins 18. Jahrhundert;
neue künstlerische Ideen aus dem Süden beeinflussten die Kultur in Mittel- und Nordeuropa
damals besonders nachhaltig. In seiner 29. Spielzeit folgt das Forum Alte Musik
Köln Wegen, auf denen Kompositionen in Notendrucken oder Manuskriptkopien von Venedig
und Rom über Österreich und Deutschland bis nach London gelangten.
Es sind dieselben Wege, auf denen sich – in beiden Richtungen – die Menschen bewegten, die diese Musik interpretierten. Eine wichtige Station auf dieser Route der Ideen war die Residenzstadt Dresden. Die Blockflötistin Dorothee Oberlinger und ihr Ensemble 1700 zeigen das zum Saisonauftakt mit virtuosen Werken, die dort den kursächsischen Konzertmeister Johann Georg Pisendel erreichten. Den Kontakten zwischen dem Oboen-Fan Georg Friedrich Händel und Dresden ist die Batzdorfer Hofkapelle im Mai mit ihren Solistinnen Xenia Löffler und Marie Henriette Reinhold auf der Spur.
Die Nord-Süd-Verbindungen im 17. Jahrhundert spielen beim Auftritt von Kateřina Blížkovská im November ebenso eine Rolle wie in den Konzerten der A-cappella-Ensembles Voces Suaves vor Weihnachten und Stile Antico genau ein halbes Jahr darauf, zum Ende der Saison. In der reizvollen Flötenquintett-Besetzung der Klassik bewegen sich Martin Sandhoff und das G.A.P. Ensemble im Februar zwischen Wien und London.
Die beiden Solo-Programme hingegen erkunden auf unterschiedlichem Weg das Phänomen der variierten Wiederholung: Léon Berben im Oktober in Tastensonaten zwischen Barock und Klassik, Midori Seiler im April mit zwei barocken Klassikern für ihr Instrument, Johann Sebastian Bachs Partiten h-Moll und E-Dur für Violine solo.
Das WDR-Funkhaus, das benachbarte Museum für Angewandte Kunst, die Trinitatiskirche und die Basilika St. Ursula sind etablierte Spielstätten des Forum Alte Musik; für das Konzert im Juni kommt die Basilika St. Severin in der Südstadt hinzu. Wie gewohnt sind alle Konzerte auch im Kulturradio WDR 3 zu erleben.